Jahreshauptversammlung 2017

 

Am Sonntag fand in Parsberg-Herrnried im Gasthof Neugebauer die Jahresversammlung der Bolivienhilfe statt, die wieder sehr gut besucht war.

Nach der Begrüßung berichtete Schriftführerin Christiane Meixner von der Jahresversammlung 2016 in Wettstetten. Anschließend konnte Kassiererin Sandra Neumeier auf ein finanziell erfolgreiches Jahr 2016 eingehen. Insgesamt wurden über 38.000 € an Projekte in Bolivien sowie die vereinseigene TBC-Station überwiesen. Im anschließenden Bericht erläuterte Vorstand Matthias Neumeier die verschiedenen Veränderungen, die sich dabei ergeben.


Beim Milchprojekt der Voluntarias Allemanas wird Milchpulver an erkrankte Kinder ausgegeben. Dies dient einerseits dazu, dass diese Kinder zu Kräften kommen. Zum Anderen ist es auch einen Anreiz für die Eltern die Kinder regelmäßig zur Nachbehandlung im Krankenhaus wieder vorzustellen. Da die bisherige Milchmenge nicht ausreicht, soll diese erhöht werden. Deshalb hat die Vorstandschaft eine Erhöhung der Unterstützung auf USD 10.000 genehmigt.


Die Schule Kusikuna erlebt weiterhin einen großen Zulauf. Die Schülerzahl in diesem Jahr beträgt 129, einige SchülerInnen konnten aus Platzgründen nicht aufgenommen werden und sind auf der Warteliste für das nächste Schuljahr. Die Schule errichtet deshalb ein neues Schulgebäude. Der Großteil wurde durch die deutsche Botschaft in Bolivien finanziert. Die verbleibenden Kosten übernimmt der Verein.


Anschließend berichtete Hans Pollinger über weitere Projekte und die Situation im Land. Er stammt ursprünglich aus Eckertshof bei Hemau und lebte viele Jahre in Bolivien. Dabei war er für den deutschen Volkshochschulverband tätig.


Er erläuterte die Schließung des Frauenhauses in La Paz.  Es war das allererste Projekt, dass die Bolivienhilfe unterstützte. Das Haus wurde von spanischen Ordensschwestern geleitet. Diese „Adoratrices“ betreiben aber weitere Einrichtungen im Land. Im El Alto werden Frauen und Mädchen betreut, die im Sexgewerbe arbeiten. Die Bolivienhilfe unterstützt diese Einrichtung zunächst einmalig für den Kauf von Essen und Medikamente sowie die Finanzierung von Ausbildungen. In Cochabamba betreiben die Schwestern ein Zentrum für die Betreuung Jugendlicher, die mit Gewaltsituationen konfrontiert waren. Auch dieses Haus erhält finanzielle Mittel vom Verein um Einrichtungsgegenstände, Mitarbeiterausbildung und Essen zu bezahlen.


Schließlich wird auch ein Ausbildungsprogramm in La Paz gefördert. Im Herbst 2018 wird Hans Pollinger diese Einrichtung besuchen.


Die Besucher der Versammlung hatten zahlreiche Fragen über die politische Situation, Korruption oder auch die Landwirtschaft im Land. Hans Pollinger unterhält durch seine bolivianische Frau, regelmäßige Besuche im Land sowie ehemalige Arbeitskollegen immer noch sehr gute Kontakte in Bolivien. Dadurch konnte er auf die verschiedenen Fragestellungen hervorragend eingehen.


Anschließend wies Vorstand Matthias Neumeier noch auf die kommenden Termine des Vereins hin. Pfarrer Klaus Gruber ging in seinem Schlusswort auf den Namenspatronen den Jesuitenpater Luis Espinal ein. Die Veranstaltung schloß er mit dem Schlusssegen des Wettstettener Geistlichen

Termine

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Besuchen Sie unseren Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Berching am 15. und 16. Dezember 2018