TBC-Station „Luchito Espinal”

 Der Verein ist Eigentümer einer TBC-Station in Montero in der Nähe von Santa Cruz im Tiefland von Bolivien. Hier werden arme Landarbeiter und deren Familien aufgenommen und behandelt.

Das Projekt hat sich in den Jahren seines Bestehens (seit 1998) einen sehr guten Ruf erworben. Sogar aus der Millionenstadt Santa Cruz werden Kranke in die Krankenstation „Luchito Espinal” geschickt.

Federführend für dieses Projekt ist ein anerkannter Spezialist in  der Lungenheilkunde: Dr. Ralf Mütterlein ( Mail: mueral@web.de ) Chefarzt der TBC-Klinik in Parsberg/Bayern/Deutschland. Er ist Mitglied in der Vorstandschaft unseres Vereins.

Wußten Sie, dass man in der TBC Hilfe für 100 Euro ein Menschenleben retten kann?

Montero ist, nein war, eine verschlafene Kleinstadt im Tiefland von Bolivien im Departement Santa Cruz. Geprägt von bäuerlicher indigener Bevölkerung dominierte hier der Soja- und Zuckerrohranbau das Angebot von Arbeitsplätzen mit der Folge, dass immer mehr Menschen aus dem Hochland zuzogen, um hier Arbeit zu finden. So wuchs die Stadt in wenigen Jahren von 3.000 auf über mehr als 100.000 Einwohner, ohne die dafür notwendige Infrastruktur anbieten zu können.

Unter teils erbärmlichen Bedingungen hausen ganze Familien unter einer Plastikplane ohne sanitäre Einrichtungen, ausreichenden Schlafgelegenheiten oder Küche. Tagsüber arbeiten alle Familienmitglieder als Tagelöhner in den verarbeitenden Betrieben, ohne dafür auch nur annähernd einen gerechten Lohn zu bekommen, auch die Kinder. Selbstverständlich können diese auch keiner Schulbildung nachgehen, da  ihre Arbeitskraft zur Ernährung der Familie gebraucht wird.

Hier findet die Schwindsucht, die Tuberkulose, beste Bedingungen vor, um sich ungehemmt ausbreiten zu können: Zusammenleben vieler auf engstem Raum, Mangelernährung und der weit verbreitete Alkoholmissbrauch, der das Immunsystem nachhaltig schädigt. Auch wenn zur Bekämpfung dieser Krankheit staatliche Programme existieren kann es sich keiner dieser Erkrankten leisten, auch nur einen einzigen Tag  nicht zur Arbeit zu gehen, da sonst der gesamten Familie der Hungertod drohen würde. Eine Krankenversicherung wie in Deutschland, die dann eine Basisversorgung gewährleistet, gibt es nicht.

Um diesen Menschen wirksam helfen zu können hat die Bolivienhilfe das „Luchito Espinal“ gegründet. In dieser kleinen Heilstätte werden Menschen aufgenommen, die an Tuberkulose erkrankt sind und keine anderen Hilfen bekommen. Um die Versorgung der betroffenen Familien zu gewährleisten bekommen  auch die Familienmitglieder dort einen Platz, solange, bis die Erkrankten wieder arbeitsfähig sind und sich wieder selbst versorgen können. Damit diese Hilfe, die für alle Betroffenen unentgeltlich ist, auch effektiv umgesetzt wird kümmert sich der Indio-Arzt Tomas Gonzales aus Montero seit vielen Jahren medizinisch um diese Patienten, seine Frau versorgt den hauswirtschaftlichen Teil der Einrichtung. Jeden Monat erreichen die Bolivienhilfe ein Bericht und  eine Abrechnung der Ausgaben, ebenso Bilder von Patienten und deren Angehörige. Alle zwei Jahre wird das Kleinkrankenhaus von einem Mitglied der Bolivienhilfe persönlich besucht, allerdings ohne dass dem Verein dadurch Kosten entstehen.

Zurzeit leben elf Menschen beiderlei Geschlechts dort, davon zwei Kinder. Wenn die Erstbehandlung (ca. 6 Wochen) abgeschlossen ist gehen die Patienten wieder ihrer Arbeit nach, werden aber im Luchito bis zur Ausheilung der Erkrankung, etwas 6 Monate, betreut. Nur wenn die Nachbehandlung und –betreuung gesichert sind erfolgt die endgültige Entlassung.

Das Luchito wurde im vergangenen Jahr mit großem finanziellem Aufwand renoviert. Es mussten neue Böden gelegt, Fenster eingebaut und die sanitären Anlagen den Erfordernissen angepasst werden. Vor einigen Tagen im September legte ein Blitzschlag die elektrischen Anlagen lahm, sodass auch hier wieder investiert werden muss. Generell ist ein Jahresetat von ca. 10.000,-$ erforderlich, um es am Leben zu erhalten, die Investitionen müssen zusätzlich aufgebracht werden. Diese für die indigene Bevölkerung so wichtige Hilfe wird nur durch Spendengelder ermöglicht, wobei alle Beteiligten ihre Arbeit ehrenamtlich und ohne Entgelt verrichten.

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